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Wir beraten Sie rund um das Thema Hören.

Ob Hörgeräte, Gehörschutz, spezielle TV Lösungen oder Sonderversorgungen – wir haben reichlich Erfahrung und viele kompetente Lieferanten wie Oticon, Signia, Sennheiser, Phonak uvm., sodass wir für jeden die passende Lösung finden.

Auf den folgenden Seiten können Sie sich über unsere Leistungen informieren, aber auch grundsätzliche Fragen zum Ohr und zum Hörgerät klären.

Sie erfahren wie unsere Ohren funktionieren, welche Hörschäden es gibt und wie diese sich auf das tägliche Hören auswirken.

1. Das Ohr

Das Ohr (lat. auris) hat mehr Aufgaben beim Menschen, als man zuerst vermutet. Es dient nicht nur der Wahrnehmung von Geräuschen und der Verständigung untereinander. Es kommen auch Orientierungs-, Alarmierungs- und weitere Funktionen hinzu.

So ist die räumliche Wahrnehmung (Beispiel: „Beim Überqueren einer Straße hören zu können, von wo der LKW kommt“) oder die Alarmierungsfunktion (Beispiel: „Den Rauchmelder oder den bellenden Hund zu hören“) sehr wichtig. Auch heraus zu hören in welcher Stimmung der Gesprächspartner ist, gehört zu den Aufgaben eines Ohres. Sind diese Funktionen gestört kommt es öfter zu Missverständnissen oder mehrmaligem Nachfragen.

Das gesunde Ohr kann Frequenzen zwischen 16 und 20.000 Hertz hören. Schall, der kleinere Wellenlängen hat (<16Hz) nennt man Infraschall. Schall, der hochfrequenter ist (>20kHz) nennt man Ultraschall. Der leiseste wahrnehmbare Schalldruck (Lautstärke) ist 20µPa, d.h. 0dB. Die Schmerzgrenze liegt bei etwa 120-130dB.

Mit zunehmendem Alter oder bei langzeitiger Lärmbelästigung verändert sich dieser hörbare Bereich, sodass z.B. hohe Frequenzen immer schlechter gehört werden. Irgendwann werden bestimmte Frequenzen so schlecht gehört, dass es zu ersten Schwierigkeiten beim Verstehen von Sprache kommt. Meistens ist es nicht die Lautstärke die Schwierigkeiten bereitet, sondern die Deutlichkeit der Sprache, die nachgelassen hat.

Das Foto eines menschlichen Ohrs

Man merkt ein nachlassendes Gehör meistens am Fernseher, den man plötzlich lauter stellt, an der Türklingel, die man nicht mehr immer hört und an Gesprächen, bei denen man häufiger nachfragen muss. In solchen Fällen ist ein Besuch beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder beim Hörgeräte-Akustiker sinnvoll. Hier stellt man fest, ob ein Hörverlust vorliegt oder nicht. Ist ein Hörverlust vorhanden, der durch ein Hörgerät ausgeglichen werden kann, testet man verschiedene Geräte im Alltag und kann so selbst entscheiden, ob man mit Hörgerät besser hören kann oder eben nicht. Bei uns ist ein solches Probetragen aller Hörgeräte grundsätzlich kostenlos und unverbindlich.

2. Wie arbeitet das Ohr?

Das äußere Ohr

Es besteht aus der Ohrmuschel und dem Ohrläppchen. Wie ein Trichter nimmt die Ohrmuschel alle Schallsignale, die uns umgeben, in sich auf. Durch sie dringt der Schall in den äußeren Gehörgang.

Das Mittelohr

Am Ende des äußeren Gehörgangs liegt das Trommelfell, ein Häutchen mit der Größe eines Cent-Stücks. Es leitet den Schall an drei dahinter liegende, winzige Gehörknöchelchen weiter, an Hammer, Amboss und Steigbügel. Diese wandeln die Schallsignale in Knochenschwingungen um.

Vom Mittelohr führt die sogenannte Tube zum Nasenrachenraum. Schlucken wir, wird die Tube automatisch geöffnet und der Luftdruck zwischen beiden Seiten des Trommelfells ausgeglichen. So bleibt das Trommelfell beweglich.

Das innere Ohr

Hier sitzt die Hörschnecke, in welcher der Schall in Nervenimpulse umgesetzt wird. Die in der Schnecke befindlichen Sinnesrezeptoren stellen über den Hörnerv die Verbindung zu den Zentralen in unserem Gehirn her, in denen die eingehenden Reize verarbeitet werden. Außerdem dient uns das innere Ohr als Gleichgewichtsorgan.

Beidseitiges Hören

Unsere Ohren nehmen den Schall räumlich wahr, das heißt, sie können den Ursprung eines Schallsignals sehr schnell ausmachen. Das ist möglich, weil unser Gehirn die eingehenden Schallsignale von linkem und rechtem Ohr miteinander ins Verhältnis setzt. Um sich hörend im Raum orientieren zu können, ist es daher sehr wichtig, mit beiden Ohren gut hören zu können.

3. Formen der Hörschädigung

Gehörlosigkeit

Gehörlos ist man, wenn der primäre Kommunikationsweg das Sehen ist und der Hörschaden vor dem Spracherwerb eingetroffen ist.

=> Die Verständigung findet in erster Linie über Gebärden und optische Reize statt.

Ertaubung

Ertaubt ist man, wenn der primäre Kommunikationsweg das Sehen ist und der Spracherwerb abgeschlossen ist.

=> Lautsprache wird genutzt, dennoch ist der primäre Kommunikationsweg das Sehen.

Frühschwerhörigkeit

Frühschwerhörig ist man, wenn der primäre Kommunikationsweg nicht nur das Sehen ist und der Hörschaden vor dem abgeschlossenem Spracherwerb eingetroffen ist. Es ist von Geburt an, oder vor dem Abschluss des Spracherwerbs.

Schwerhörigkeit

Schwerhörig ist man, wenn der primäre Kommunikationsweg nicht nur das Sehen ist und man den Spracherwerb abgeschlossen hat. Sprache wurde erlernt.

Altersschwerhörigkeit kann im höheren Erwachsenenalter auftreten.

=> Vorübergehende oder andauernde Einschränkung des Hörvermögens in Bezug auf das Lautsprachverstehen über das Gehör; dennoch kann es weiterhin genutzt werden.

Hörgeräte ab 10.- € *

*bei Vorlage einer gültigen Verordnung