Die erste Lesehilfe entstand um 1200 in Form eines Lesesteins. Ältere Mönche konnten ihre Bücher aufgrund des schlechten Lichtes und einer Alterssichtigkeit nicht ohne große Anstrengung lesen. So bedienten sie sich an geschliffenen Schmucksteinen und Bergkristallen die sie über ihre Schriften schoben. Diese vergrößerten das Bild und vereinfachten das Lesen. Ein dafür verwendeter Schmuckstein trug den Namen Beryll – der Wortursprung der „Brille“.

Die Brille, wie wir sie heutzutage kennen, hat sich aus vielen verschiedenen Arten entwickelt. Zunächst wurden die Linsen, die bisher nur als Lesestein bekannt war, dünner geschliffen und in einen Rahmen gesetzt. Dieser wurde mit einem Stiel ans Auge gehalten.

Schon bald begann man zwei Linsen zu verwenden. Zunächst wurden zwei Gläser mit einem Faden verbunden, dann stellte man aus Horn oder Holz einen Rahmen her. Zunächst fasste man die Gläser in zwei einzelne kleine Rahmen, diese wurden dann anschließend zusammengenietet. Die „Nietbrille“ musste vor die Augen gehalten werden.

Auch die Bügelbrille hatte noch keine Brillenbügel. Sie war grundlegend ähnlich wie die Nietbrille, wurde jedoch nicht aus zwei Teilen zusammengenietet. Die Rahmen der einzelnen Gläser wurden über der Nase mit einem Bügel verbunden. Außerdem brachte man ein Lederstück an, sodass man die Brille auf die Nase setzen konnte.

Zwischen dem 15. Und 18. Jahrhundert folgte dann die Mützenbrille. Diese bestand aus einem einfachen Gestell was man an der Mütze befestigte. Die Gläser hingen von der Kopfbedeckung auf Augenhöhe herab.

Um 1800 wurde das Monokel zum Trend. Es diente weniger als Sehhilfe als ein modisches Accessoire. Hier wurde ein Glas in einem Rahmen an einer Kette befestigt, welches man sich vor das Auge klemmte.

Zeitnah erfand man die Brille wie wir sie heute kennen. Die Ohrenbrille hatte Bügel und Nasenpolster die den Tragekomfort erhöhten. Des Weiteren konnten die Bügel eingeklappt und die Brille somit einfach verstaut werden.

Bis heute hat sich noch einiges verändert, auch innerhalb der Werkstoffe. Von Titan bis zu verschiedenen Kunststoffen gibt es heutzutage eine hohe Vielfalt an Brillen. Auch die Mode verändert sich immer wieder.

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